Für den Frühsommer 2008 angekündigt: Jetzt ist es da, „Backbord“ - das Informationsblatt der Helgoländer Sozialdemokraten. Bis Ende der 1990er Jahre war „Backbord“ ein informatives und bissiges Mitteilungsblatt. Aber heute? Gähnende Langeweile! Es fehlt der SPD scheinbar an fähigem Personal. Vielleicht ist der verantwortliche Ortsvereinsvorsitzende auch nur überfordert, bei all den vielen Ämtern, die ihn vereinnahmen. (Ortsvereinsvorsitzender der SPD-Helgoland, Gemeindevertreter in der Gemeindevertretung Helgoland, Abgeordneter im Kreistag Pinneberg, Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung, Vorsitzender im Hauptausschuss der Gemeinde Helgoland, Mitglied des Elternbeirats der James-Krüss-Schule, Stellvertretender Vorsitzender des Ortsvereins der Gewerkschaft VERDI, stellvertretender Gemeindewehrführer - sollten wir ein Amt an dieser Stelle vergessen haben, bitten wir dies zu entschuldigen!).
Die SPD schreibt nun in der November-Ausgabe, dass sie für alles ist, was für Helgoland gut ist - Hangbebauung, Dünenrestaurant, Landaufschüttung. Ach nein - in punkto Landaufschüttung ist man ja immer noch im Findungsprozess - aber die Hangbebauung, die ist toll.
Ganzjahresverbindung nach Cuxhaven? Ja, die SPD will mit allen Fraktionen sprechen, das ist notwendig und funktioniert besonders gut, weil die SPD ja jetzt in der Opposition ist; im Kreis, im Land und im Bund. Elf Jahre hatte man zwar in Berlin mitregieren dürfen, aber in dieser Zeit ist die nötige Gesetzesänderung nicht zustande gekommen. Wäre ja auch zu einfach gewesen. Nun soll das aber besser klappen, doch die „böse kleinere Fraktion“ will einen Alleingang starten. Das ist zwar die Unwahrheit (siehe Novemberausgabe „DIE ROTE SOCKE“ Nr. 14), eignet sich aber gut zur eigenen Imageaufbesserung.
Weiter so SPD! Wir freuen uns schon auf die nächste Ausgabe eurer Postille.